Unterwegs in die “Ewige Stadt”

Moin Karlo,
„The wind is too less, or too strong, or from the wrong direction…“. Wieder einmal bestätigt sich diese seglerische Weisheit. 


Unkonventionelle Segelzeiten sind das Muss dieser Tage. Für die sechzig Seemeilen von Bacoli nach San Felice wählten wir 19 Uhr als Ablegezeit. Wenn auch die Nächte im Mittelmeer um diese Zeit noch sehr frisch sind, wurden wir mit fantastischem Segeln durch die Nacht bei ca. 3 bis 4 Windstärken und einem ebensolchen Sternenhimmel belohnt.

In San Felice entschieden wir uns aber für eine baldige Weiterfahrt, da die Wettersituation günstig erschien und wir in Nettuno ein besseres gastronomisches Angebot und eine warme Dusche erhofften. Zahlreiche Gewitterzellen säumten unseren Weg, brachten aber nicht erwarteten Wind, sodass wir auf Motorfahrt umstellen mussten.

Zwischenzeitlich nahm uns noch die Guardia Finanza (Spezialpolizei für Wirtschaftskriminalität)per Schnellboot ins Visier, drehte aber wieder schnell ab. Offenbar gehörten wir nicht zu ihrem erwarteten Klientel.


In Nettuno dann alle Annehmlichkeiten inklusive. Es folgt ein Hafentag mit Sightseeing, Pizza und Schiffspflege. Die Sonne scheint dazu, wir sind zufrieden. Zufriedenheit stellt sich auch auf unserem letzten Schlag nach Rom. Bei drei Windstärken segeln wir mit zeitweise sieben Knoten. 

Die Segelkameradschaft hat eine gute Entscheidung getroffen diesen Törn durchzuführen. Wir wünschen der Heide-Witzka eine gute Weiterfahrt.

Jürgen