Unser Kampf an Tonne 133

Eine kurze Zusammenfassung unseres Abend-Törns am 17.6.2018 (leider ohne Bilder).

Heute haben Matthias Sontag und ich uns spontan zum Segeln verabredet.

Wind ziemlich unbeständig: SW – NW, Stärke 2-5 bft.

14:00 Uhr Ankunft in FW. Boot klar machen, kurze Einweisung und los geht’s.

Aus dem Rüschkanal raus und pünktlich zu Niedrigwasser um 14:45 Segel gesetzt.

Jetzt am Wind (SW-W) Elbe-abwärts in Richtung Blankenese (dachten wir…)

Leider hat ja in der Zwischenzeit der Strom gekippt, so dass wir nicht nur den Wind, sondern auch den Strom gegenan hatten. Es lief trotzdem einige Zeit ganz gut und wir haben gute Fahrt über Grund gemacht.

Am Ende des Airbusgeländes liegt dann die grüne Tonne 133.

Bei einer Fahrt von 4-6 kn durchs Wasser sollte man eigentlich annehmen, dass wir locker daran vorbei kommen. Das war auch erst so. Wir hatten die Tonne ca. 300 m hinter uns gelassen, bis wir die erste Wende fahren mussten. Damit fuhren wir quer zum Strom mit Wind SW gegenan. Dadurch wurden wir so dermaßen versetzt, dass wir unseren Abstand zu Tonne und einem bei der Tonne vor Anker liegenden Fisch-Trawler rasend schnell wieder verloren haben.

Im Anschluss haben wir bestimmt 20 Minuten neben der Tonne gesegelt. 4-5 Kn durchs Wasser, aber immer auf Höhe der Tonne. Es war nicht möglich, sich gegen den Strom davon zu entfernen. Das Boot hat super gesegelt, ist nur nicht von der Stelle gekommen. Schon komisch…

Irgendwann brieste der Wind dann auf und wir konnten uns weiter von der Tonne entfernen. Kurz danach aber das selbe Thema wieder: Wende fahren, quer zum Strom und wieder auf Höhe der Tonne angekommen.

Das ganze Spiel haben wir ca. 1 Std lang mehrfach wiederholt, die Tonne mal steuerbord, mal backbord, mal nah bei, mal weiter weg. Wir sind aber nicht einmal bis Höhe zur Este-Einfahrt gekommen…

Irgendwann sind wir dann doch umgekehrt und haben uns mit halbem Wind wieder auf den Weg zum Hafen gemacht. Fest ca. 17:00 Uhr.

Es war ein schöner Nachmittag und wir sind echt gut gesegelt, auch wenn wir nicht von der Stelle gekommen sind. Das war so ein bisschen wie Schwimmen in einer Gegenstromanlage.

 

Fazit: Segeln vor Finkenwerder ist im Grunde immer möglich, wenn man kein festes Ziel hat, sondern einfach nur ein bisschen zwischen Airbus und Blankenese kreuzen will.

Und wenn ich wieder die Wahl habe zwischen Deutschland bei der Fußball-WM und segeln auf der Elbe, wisst ihr, wie meine Entscheidung ausfällt….

 

Herzliche Grüße

Andreas