Pornichet – St Nazaire

Die HEIDE-WITZKA ist in geschichtsträchtigen Gegenden angekommen. Nach La Rochelle, dass zu Zeiten der französischen Revolution um 1792 eine wichtige Rolle in Frankreich gespielt hat, nun in St. Nazaire, dem deutschen Kriegshafen während des 2. Weltkrieges.

Genau liegt die HEIDE-WITZKA in Pornichet, einem kleinen Ort südwestlich von St Nazaire in der dortigen Marina.

Ausgelaufen aus La Rochelle ist die Crew gestern Nachmittag gegen 16.00 Uhr, eigentlich eine ungewöhnliche Zeit, aber bei 5 – 7 Metern Tidenhub muss man sich schon ein wenig an die Gezeiten halten, um ohne Grundberührung aus dem Hafen zu kommen.

Angesagt war mal wieder eine Nachtfahrt unter Motor, weil laut Vohersage der Wind mit 3-5 Knoten genau aus der Richtung kommen sollte, in die die Mannschaft wollte oder musste.

Aus den 3-5 wurden dann 10 oder mehr Knoten, der Wind drehte dann und nach setzen der Segel und Korrektur des Kurses ……….kam der Wind wieder genau vor vorne. Dieses Spiel wiederholte sich im Laufe der Nacht mehrmals, bis die Crew irgendwann entnervt aufgab und den Motor anließ.

Zu allem Überfluß ist seit 9 Stunden nun auch das AIS an Bord ausgefallen, zumindest wird von keinem der mir bekannten Anbieter ein Signal empfangen.

Morgen soll es dann weitergehen in Richtung Lorient, ebenfalls sehr geschichtsträchtig, weil der ehemalige Stützpunkt der U-Boot-Flotte im 2. Weltkrieg. Mal abgesehen davon ist der Yachthafen dort sehenswert, weil er zum Einen mitten in der Stadt liegt und zum Anderen mitten zwischen den ehemaligen U-Boot-Bunkern liegt, die aufgrund der massiven Bauweise nicht abgerissen werden konnten.

Die Stadt Lorient hat aus der Not eine Tugend gemacht, in den Bunkern, die überwiegend für die Öffentlichkeit frei zugänglich sind, finden Kunstausstellungen und andere Events statt, in der Nacht ist das Innere der Bunker mattblau beleuchtet, alles in allem einen ziemlich beeindruckende Kulisse, insbesondere vom Boot aus.