Irgendwas ist ja immer

Moin, gestern gings von Aguilas nach Carboneras. Laut Windvorhersage 25kn gegenan. Zunächst stellte sich aber erstmal eine totale Flaute ein. So unterstützten wir mal wieder die Ölindustrie und senkten den Dieselstand im Tank.
Nach frisch kredenztem Hawaitoast durch den bordeigenen Sterne-Smut Jes, stellte sich schließlich der angesagte Wind ein. Wäre ja aber äußerst seltsam, wenn die Vorhersage mal stimmen würde. Aus 25kn wurden 30kn Mittelwind von vorne. Nur mit gereffter Genua dann auf die Kreuz.
Jojo hatte Mitleid mit den Fischen und gab ihnen zu essen.
Aus 30sm direkter Distanz wurden 50sm. Da Carboneras keinen Yachthafen besitzt, spekulierte ich auf einen Platz im Fischereihafen. Hat geklappt, wir belegten die Tankstelle über Nacht.
Die keine 5 Minuten nach dem Festmachen auftauchende uniformierte Spanierin begrüßte uns herzlich und regelte den Papierkram direkt am Boot. Einzige Hürde die Sprachbarriere in diesem Land, der Großteil spricht kein Englisch. Aber geht auch mit Händen und Füßen. Der Liegeplatz war komplett kostenlos, dies machte die Uniformierte noch symphatischer. Einziger Haken: Wir waren eingesperrt, komplett abgeriegeltes Gelände.
Aber was wären wir ohne unsere deutsche Ingenieurskunst! Zack, Dinghi ins Wssser, lange Leine zwischen Boot und nahe gelegener Böschung gespannt, fertig war die Seilfähre. So starteten wir noch ins Nachtleben der schönen Stadt Carboneras. Begonnen mit Tapas, sehr lecker, verlegten wir uns schließlich in den Beachclub. Dort dachten wir tatsächlich mal darüber nach unseren Schlaf-Wach-Rhythmus taktisch zu verschieben. Also: früher ins Bett –> früher aufstehen –> früher Ablegen –> früher Anlegen und noch was von den angesteuerten Orten mitbekommen.
Hat heute morgen prompt geklappt.
Sind seit 0900 unterwegs richtung Almeria.