Die HEIDE-WITZKA und die Bora

Die Bora (griechisch μπόρα bόra, deutsch ‚kalter Windstoß, kalter Regenguss‘, von Boreas, wörtlich ‚der Nördliche‘; kroatisch Bura; slowenisch Burja) ist ein trockener, kalter und böiger Fallwind zwischen Triest, der kroatischen und der montenegrinischen Adriaküste. Winde vom Bora-Typ gehören mit ihrer Häufigkeit und ihren hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten, vor allem zwischen Triest und der Nordwest-Küste Kroatiens sowie in Teilen Süddalmatiens und Montenegros, zu den stärksten der Welt. Spitzengeschwindigkeiten einzelner Böen erreichen hier Werte von bis zu 250 km/h.

Heute Morgen die folgende Meldung von Johannes von Bord der HEIDE-WITZKA:

“Ich muss meine Meldung von Gestern erweitern. Abends zog ein Gewitter auf, mit einem Sturm über WS 9.

So etwas habe ich noch nicht erlebt

Durch die Drehung der Windrichtung wurden wir Leeküste. Um 22:00 haben wir den Anker geliftet und sind bei stömenden Regen und WS 9 aus der Bucht, die uns zur Falle wurde, ausgelaufen. Um 23:30 hat der Wind wieder auf 3 nachgelassen und wir haben die Bucht Bobovice auf Brac angelaufen.  Hier sollte es Ankerbojen geben. Heute morgen habe ich gesehen,das ich eine private erwischt habe.

Aber wir haben gut und ruhig geschlafen”

Nachtrag um 09.44 Uhr: “Ja, das war knapp. Jetzt legen wir das Schiff trocken! Bei diesen Sturzregen sind alle Fenster undicht.