Jünger müsste man(n) sein….

Moinsen von der (C)heide-Witzka!

Ja, der Segelmacher fragte am Telefon tatsächlich ob wir ein russisches Boot seien. Konnte ich jedoch verneinen.

Zu gestern: Die Dünung war leider das einzige was kam und stand, weder Wind, noch Segel taten es ihr gleich. Also mutierte die Heide-Witzka wieder mal zur Hummerfarm, Sonnenbrandlevel liegt bei 8 von 10.

Zwischendurch testete die Crew noch die Reaktionszeit des Skippers, 2 Personen über Bord! So kann man sich den gewünschten Badestop bei aaalglattem Wasser und null Wind natürlich auch erzwingen. Gegen 2030 erreichten wir schließlich Motril. Schöner Yachthafen, sehr gepflegt, fast alles Eignerschiffe. Keine vor sich hin vegetierenden Schrottdampfer.

Dinniert wurde in der “Hot stone Bar” um die Ecke. Sämtliche Fleischgerichte gab es direkt vom heißen Stein, der mit zum Tisch geliefert wurde. Bestes Lokal bis jetzt. Neptun hat bezüglich des Windes leider immernoch kein Mitleid mit uns (Ententeich vom feinsten), obwohl er bei jedem Biergenuss der Crew stets bedacht wurde.

Vielleicht ist er auch einfach schon lattenstramm, wer weiß. Nun auf dem Weg richtung Malaga.

Nachtrag: jetzt ist Wind da. Der Blister durfte mal wieder ans Tageslicht.

Schönes Segeln, bis…….

Schönes Segeln gestern, Wind zwar gegenan, aber nur 15kn. Sehr geile Kreuz… …bis 10sm vor Almeria.

Genua ca. 50cm entlang des Achterlieks aufgerissen. Schöne Sch…!
Motor an, ab nach Almeria! Segel runter, festgestellt, dass die Naht aufgegangen ist. Segelmacher schon ausfindig gemacht.

Heute morgen dann aber die Enttäuschung: Die spanische Mentalität des Segelmachers passt absolut nicht zu unseren Zeitplänen. “Manana, Manana…” Können leider keine 3 Tage in Almeria warten und auf das “komm ich heute, komm ich morgen?” des Segelmachers pokern.

Also Sturmfock drauf und jetzt auf dem Weg nach Motril, morgen Malaga. Segelmacher in Malaga haben wir schon ausfindig gemacht und uns angekündigt. Top!

Gestern Abend mal wieder die spanische Küche genossen, Meeresfrüchte vom feinsten. Weiterhin soll es jetzt tatsächlich 3 hübsche Mädchen aus Madrid geben, die der Überzeugung sind, die Heide-Witzka sei ein Rennboot. Der Spruch “Do you ever seen a Raceboot from the inside?” hat gezogen, sie haben angebissen. Der Bekanntheitsgrad der Heide-Witzka steigert sich immerzu. Also dickes Lob: “They real like the (Race)boat from the inside and outside” (könnte auch mit der äußerst charmanten Crew zusammenhängen) Die Chicas waren erstaunt, dass die Heide-Witzka mehr Toiletten als ihr Hotelzimmer hat. But this is normal for a Raceboat.

Unser Moses Jojo verkörperte seine Rolle als Kapitän Blaubär perfekt. Ein nächtliches gemeinsames Bad am Strand war schließlich auch noch drin. Nun warten wir mal wieder auf den Wind. Heute tatsächlich mal von achtern. Lange kann sein Einsetzen nichtmehr dauern, Dünung ist schon da.

Irgendwas ist ja immer

Moin, gestern gings von Aguilas nach Carboneras. Laut Windvorhersage 25kn gegenan. Zunächst stellte sich aber erstmal eine totale Flaute ein. So unterstützten wir mal wieder die Ölindustrie und senkten den Dieselstand im Tank.
Nach frisch kredenztem Hawaitoast durch den bordeigenen Sterne-Smut Jes, stellte sich schließlich der angesagte Wind ein. Wäre ja aber äußerst seltsam, wenn die Vorhersage mal stimmen würde. Aus 25kn wurden 30kn Mittelwind von vorne. Nur mit gereffter Genua dann auf die Kreuz.
Jojo hatte Mitleid mit den Fischen und gab ihnen zu essen.
Aus 30sm direkter Distanz wurden 50sm. Da Carboneras keinen Yachthafen besitzt, spekulierte ich auf einen Platz im Fischereihafen. Hat geklappt, wir belegten die Tankstelle über Nacht.
Die keine 5 Minuten nach dem Festmachen auftauchende uniformierte Spanierin begrüßte uns herzlich und regelte den Papierkram direkt am Boot. Einzige Hürde die Sprachbarriere in diesem Land, der Großteil spricht kein Englisch. Aber geht auch mit Händen und Füßen. Der Liegeplatz war komplett kostenlos, dies machte die Uniformierte noch symphatischer. Einziger Haken: Wir waren eingesperrt, komplett abgeriegeltes Gelände.
Aber was wären wir ohne unsere deutsche Ingenieurskunst! Zack, Dinghi ins Wssser, lange Leine zwischen Boot und nahe gelegener Böschung gespannt, fertig war die Seilfähre. So starteten wir noch ins Nachtleben der schönen Stadt Carboneras. Begonnen mit Tapas, sehr lecker, verlegten wir uns schließlich in den Beachclub. Dort dachten wir tatsächlich mal darüber nach unseren Schlaf-Wach-Rhythmus taktisch zu verschieben. Also: früher ins Bett –> früher aufstehen –> früher Ablegen –> früher Anlegen und noch was von den angesteuerten Orten mitbekommen.
Hat heute morgen prompt geklappt.
Sind seit 0900 unterwegs richtung Almeria.

Aguilas – Lesestoff ist an Bord

Schon gestern Abend schickte die Crew um Skipper Tim einen Lagebericht, durch die Wirren des Arbeitstages komme ich erst jetzt dazu, den niederzuschreiben:

“Moin, seit 2 Stunden fest in Aguilas. Den ganzen Tag absolute Flaute, also musste die Eisenfock ran. Ohne Bimini hätten wir jetzt wahrscheinlich hummerähnliches Aussehen.

Unterwegs noch 2 Badestops, Wasser 28 Grad. Hier in Aguilas nicht viel los.

Info für die nachfolgenden Skipper: Die Yacht, Ausgabe 14, brauch nicht mehr mitgebracht werden, ist mittlerweile 3 mal an Bord vorhanden 😂”

Neue (junge) Crew in Cartagena!

Grüße von der Heide-Witzka.
Sind gestern Mittag in Alicante gelandet und abends selbstverständlich noch ins spanische Nachtleben gestartet. Heute morgen ging es nach einer extrem kurzen Nacht mit der Bahn nach Cartagena um die Heide-Witzka zu übernehmen.

Bestes Wetter. Schiff top sauber, Danke Holger!

Außer nicht laufendem Außenborder keine Probleme. Gepäck zwecks Wegersparnis mit Dinghy zum Boot gerudert. Nach selbstgemachter Pizza und Bastelstunde sitzen wir nun bei 35kn Wind im Cockpit und genießen die Abkühlung.

Vorher durfte unser Moses Jojo noch die dünne spanische Luft im Masttop schnuppern. Konzentrierte Ansammlungen von Östrogenen waren aber leider auch von dort oben nicht auszumachen.

Morgen gehts dann mit Generalkurs SW die Küste entlang. Mal sehen wann und wo wir einkehren. Wetter sollte passen.

Es grüßen Jojo, Julian, Cons, Jes und Tim.

Erste Meldung nach dem Crewwechsel

Skipper Holger schickte mir gestern Abend diese Nachricht:

Hallo Karlo, wird Zeit sich mal zu melden, hier an Bord ist die Stimmung, die Gespräche aber auch die ruhigen Momente so großartig das man einfach alles andere vergisst, die vorherige Crew hat das Schiff in einem prima Zustand übergeben, durch die kurze Strecke, fast 40 grad am ersten Tag, haben wir uns entschieden einen weiteren Tag in Alicante zu bleiben, das Boot an den Badestrand zu Ankern und relaxen, gestern an der Küste entlang nach Santa Pola mit einem Zwischenstopp an der Insel Tabarca, die Küste mit den Hotelbauten aus den 60 zigern ist so naja aber Insel tabarca hat uns sehr gut gefallen, heute landen wir in Torrevieja, sorry ich muss es einfach sagen, ich bin schon ein wenig neidisch auf uns, Lg Holger und Crew