Kulinarisches Segeln mit Ingo ?

30.04.2019 Früh aufstehen. Um 8.00 Uhr auslaufen.

Mit Motor schön gegen den noch vorhandenen Nordwind auf Kurs Korsika.
Auf Höhe La Maddalena Groß zur Unterstützung gesetzt. Wind dreht langsam auf West – gegen 11 Uhr Groß und Genua (gerefft) Mit in der Spitze 10 kn durch die Straße von Bonifacio.

Liegeplatz in Porto Vecchio vorher versucht online zu buchen – Fehlanzeige. Das haben die wohl bemerkt, kurze Zeit später kam ein Rückruf. Hat dann auch telefonisch funktioniert. Nettes Sprachengewirr: Englisch, Italienisch, Französisch…. ETA war für 16 – 17 Uhr anvisiert.

Durch den guten Wind kamen wir gegen 15.30 Uhr an der Hafeneinfahrt an. Tanken und dann zum Liegeplatz. Anlegebier und dann in die Altstadt zur Zitadelle.

Nach einem Sprizz in einer Bar Tabac haben wir ein feines kleines korsisches Restaurant ausfindig gemacht. Extrem lecker! Gefüllte Auberginen, Artischocken und Zucchini mit leckeren Soßen…. Vorher noch als Vorspeise Terrine. Zum Schluss verschiedene Käse mit Feigenkonfitüre.

Und natürlich den üblichen Absacker…
Bon Soiree!
(Das entwickelt sich wieder zu einem Kulinarischen Törn)

Frage des Webmasters: “Das sind doch keine Socken Ingo, oder?”

Kleine Wetterkunde by Ingo…

Cumulus Lenticularis – umgangssprachlich Föhnwolke:
Wenn schnelle Luft mit Anlauf auf ein Hindernis trifft entstehen diese schönen Wolken ☁. Für Segelflieger ist das gut, die kommen damit in ungeahnte Höhen. Die Segler gehen dann in Deckung…
Also zu Beginn gleich 2 Hafentage…

Ach ja, Crew gibts auch:

Crewwechsel und Bericht über die vergangenen Tage

Moin Karlo,

Nachdem wir einen Tag in La Maddalena abgewettert hatten, brachte der Morgen danach nur einen leichten Wind. Also ab in die Straße von Bonifacio, wo sollte er sonst sein, wenn nicht dort?

Also segelten wir auf die Meerenge hinaus und fanden dort einen Ententeich:(. Also dümpelten wir noch etwas herum, kochten Kaffee und warfen irgendwann die Maschine an, um die letzten Meilen nach Bonifacio zu motoren.

Der nächste Tag sollte Wind bringen, den wollten wir nutzen, um noch einen ordentlichen Schlag zu segeln. Er brachte uns nach Castelsardo, einen interessanten Ort mit Castello, Basilika und engen Gässchen hoch über dem Meer.

Für Donnerstag war wieder schwacher Wind vorausgesagt und wir mussten doch Strecke machen… was erfreut den Segler dann mehr, als dass der Wind widererwarten doch mit stehenden 4-5 bft bläst?

Ok, gegenan – aber Hauptsache segeln. Also auf der Kreuz die herrliche Nordwestküste entlang bis in den Hafen von Sta. Teresa Gallura. Ein sehr schöner und gepflegter Hafen, allerdings mit eingeschränkten Versorgungsmöglichkeiten. Die findet man nach 20 minütigem Fußmarsch in der hoch über dem Hafen auf einem Plateau gelegenen Stadt.

Am Freitag drehte der Wind auf West und drehte kräftig hoch. Mit ständig mehr als 8 kn auf der Logge sausten wir durch das Archipel und bis vor den Golf von Olbia. Unter Maschine ging es dann in den Golf hinein, durch den der stärke werdende Wind wie durch eine Düse blies.

Wir legten an der Tankstelle der Marina di Olbia an, die aber entgegen der Angabe im Handbuch geschlossen hatte.

Der Hafenmeister wies uns einen Platz in der engen Boxengasse zu. Hier übernahm die Folgecrew gestern wie verabredet unser schönes Vereinsschiff.

MuSchBr

Gunther

Die Vorsaison und das Wetter

Moin Karlo ,

Unser fleißiger Webmaster hat so ein schönes Foto von Porto Rotondo ins Netz gestellt, da erübrigt sich jede weitere Kommentierung durch die Besatzung der Heide-Witzka :).

Nun darf man nur nicht vergessen, dass erstens absolute Vorsaison und zweitens leider nicht so ein schönes Wetter ist, wie auf dem Foto.

Gut, wir sind ja zum Segeln hier und das lief bisher prima und auch die Tour von La Maddalena nach Porto Rotondo mit starkem Wind und gerefften Tuch erfreute das Seglerherz.

Der Hafen, der wohl Platz für über 600 Boote bietet, war noch ziemlich leer und auch der Ort mit fast ausschließlicher Ferienwohnungsbebauung wie ausgestorben. Wir entdeckten genau 2 Waschhäuschen mit jeweils einer Dusche für Männlein und Weiblein und der gleichen Anzahl von Klos. Gut für uns hat es gereicht, aber in der Hochsaison?? Darüberhinaus auch keine Abpumpstation… – wir ersparen uns hier mal alle weiteren Vorstellungen.

Der WX zeigte für die folgenden Tage ein Tief über Nordafrika und ein Hoch über dem Balkan. Starke Südostströmung und Sturm im Mittelmeer. Die Ostküste von Sardinien bekommt die nächsten zwei Tage Böen von 8bf und eine 4 Meterwelle ab.

Wir beschlossen deshalb gestern morgen wieder zurück ins geschützte Archipel zu laufen und hier heute abzuwettern.

Schon gestern haben wir die Welle, die dem Windfeld vorausläuft erfahren und sind mit Böen von 28kn durch die Inselgruppe geschossen.

Nun liegen wir absolut geschützt ganz tief drinnen im Hafen von La Maddalena und warten mal ab.

Ja und unser schön geputztes Deck hat sich wieder leicht rot eingefärbt- etwas Staub aus der Wüste…

Beste Grüße

Gunther

Port Rotondo – Sardinien

Ich habe zwar nichts von der Crew der HEIDE-WITZKA gehört, aber ein Blick auf das AIS sagen mir, dass es schlechtere Orte gibt, um einen Ostersamstag zu verbringen..

La Maddalena

Heute verließen wir Bonifacio und erlebten einen schönen Düseneffekt in der Straße von Bonifacio auf dem Weg nach Sardinien. Mit nur einem Viertel der möglichen Segelfläche zogen wir über 8kn gegen Wind unsere Spur.

Etwas aufkreuzend erreichten wir nach bereits 4 Stunden unser Ziel  La Maddalena. Sicher liegt die Heide-Witzka an der Mooring im Hafen.

MuSchBr

Gunther

Von Frankreich nach Italien

Ich habe noch keine Nachricht von der Crew, aber dem AIS ist zu entnehmen, dass die HEIDE-WITZKA sich von Korsika nach Sardinien begeben hat. Meiner Meinung nach eine gute Wahl, weil Sardinien ist einfach einmalig.

Ein paar Infos zu der Inselgruppe im Norden Sardiniens gibt es hier!

Bonifacio – An der Südspitze Korsikas

Da kam gestern doch noch etwas Wind. Bei ca 8 kn Wind läuft die HW je nach Kurs zwischen 4 und 6 kn, dass ist richtig gut.

So liefen wir nach Bonifacio und auch wenn das AIS wohl unsere letzte Position in der Bucht vor Bonifacio zeigt, liefen wir doch durch imposante Kreidefelsen in den Hafen ein.

Die anliegenden Bilder sprechen für sich, deshalb bleiben wir heute auch noch hier.

Beste Grüße
Gunther

Anmerkung des Webmasters: Sehenswert ist u.A. der alte Friedhof von Bonifacio, der seinerzeit auf der Spitze der Klippen direkt über dem Meer angelegt worden ist.

Porto Veccio…..und kein Wind

Soeben kam eine Meldung der HEIDE-WITZKA von der Insel Korsika, genauer gesagt aus Porto Veccio:

“Nach einem schönen Sonnenaufgang liefen wir gestern Morgen in Porto Vecchio ein. Heute stellt sich für uns die größte aller seglerischen Herausforderungen: kein Wind! Mal schauen, was wir anstellen.

MuSchBr

Gunther “