Happy birthday, Skipper….

Norbert Stein, der aktuelle Skipper der HEIDE-WITZKA, hat heute Geburtstag. Ich weiß zwar nicht, wie alt er wird, und ich würde es auch hier nicht veröffentlichen, ich weiß aber, dass seine Crew ihn heute Nacht um Punkt 00.00 Uhr während seiner Wache mit einem Geburtstagsständchen überrascht hat.

Nur gut, dass sie noch weit genug vom Festland weg waren, so konnte der Gesang niemanden wirklich stören.

Das Wetter und die Gesamtsituation an Bord passen sich dem Anlass entsprechend an, beständiger Wind aus W/SW treiben die HEIDE-WITZKA nur mit der Genua mit 5 Kn in Richtung Bretagne. Bis Brest sind es noch 600 SM.

Ich habe dem Skipper im Namen der SKB meine Glückwunsch ausgesprochen.

Position der HEIDE-WITZKA um 14.00 Uhr am 30.04.2014:

Position am 30042014-1

Nachts wirds kalt…

So der Tenor einer kurzen Meldung, diesmal an Anja, weil ich frecherweise nicht erreichbar war.

“Position: 44 ° 29 min Nord 20° 10 min West

Parasail seit etwa 1 Stunde gesetzt, daher macht die HW gerade eine ordentliche Rauschefahrt mit 8 kn gen Heimat.  Endlich scheint auch wieder die Sonne, derzeit  etwa 20 °, die Nächte sind aber schon „arschkalt“, Karibik ade…”

Anmerkung des Webmasters:
Die HEIDE-WITZKA ist seit August letzten Jahres erstmalig wieder nördlich der Höhe Antibes……und die gerade Kurslinie beruhigt mich unheimlich!Position am 27042014-2

Montag Abend…

Telefonat mit dem “Wetterfrosch”:

“Hallo zusammen, das telefonat hat heute gut geklappt nach dem zweiten Anruf…. sat halt.

pos montag 28.04@ 20:00  43°22’N / 22°15’W

Position am 26042014-2

Strecke seit gestern 140-150nm

Stimmung ist gut, soweit ist alles ok, die Kaltfront war nicht schlimm, hat nur viel Regen gebracht, der weitergezogen ist. Soweit keine neuen Probleme gemeldet. Zur Zeit 6kts über Grund bei 040°. Als neues Ziel wird Cherbourg angegeben. 

Wetter habe ich für die nächsten Tage als beständig und gut durchgegeben, 10kts SW, see 1,5-2m

Der Kontakt für Dienstag wurde auf 21:30 Uhr verabredet.”

Uns gehts gut…

..hatte der Skipper in einem (leider sehr kurzen und störungsreichen) Telefonat soeben zu vermelden.

Die HEIDE-WITZKA läuft ausgesprochen schnell (ob das mit dem Drang der Besatzung nach Hause zu kommen zusammenhängt?) und das Wetter passt einfach im Moment.

Die aktuelle Position um 13.30 Uhr:

Position am 26042014-1

Mehr Informationen waren aufgrund der Verbindungsprobleme leider nicht zu erlangen. Ich habe die Crew im Namen der geamten SKB gegrüßt.

Alles wohlauf an Bord….

…wenn auch die Kommunikationsmöglichkeiten eingeschränkt sind.

Ich muss zugeben, dass ich ein wenig ungeduldig auf die Meldungen der HEIDE-WITZKA gewartet habe. Da kam einfach nix, und nun wissen wir auch warum.

Nachdem das Schiff segeltechnisch auf Horta wieder auf einen optimalen Stand gebracht wurde ist nun der Umformer, der den Bordstrom auf 220 Volt umwandelt und den Laptop versorgt, ausgefallen. Was nicht wirklich tragisch ist, es hat nur den Nachteil, dass es keine Logbucheinträge mehr per Mail an mich gibt.

Die Kommunikation beschränkt sich auch ein tägliches Telefonat über das Satellitentelefon mit dem “Wetterfrosch”, was selbstverständlich deutlich wichtiger ist.

Uns bleiben also nur die Informationen, die auf diesem Wege zu uns gelangen.

Die aktuelle Position der HEIDE-WITZKA:

Position am 26042014

Das Schiff läuft optimal, das Wetter passt endlich und es werden zeitweise bis zu 8 Knoten Geschwindigkeit erzielt, Etmale von ca. 140 SM sind momentan angesagt. Wollen wir hoffen, dass das so bleibt, verdient hat sich die Crew das allemal.

 

Werftzeit auf Horta

Hallo Karlo,

in den letzten Tagen war – wie du schon vermutet hast – nichts Aufregendes zu berichten.

Am vergangenen Montag (nun schon vor über einer Woche) waren wir um 23:15 Uhr im Hafen von Lajes auf Flores fest. Das letzte Abenteuer dieses Reiseabschnittes war die Ansteuerung dieses kleinen Hafens bei Nacht. Die Einfahrt war sehr schmal und wurde im Norden durch eine Reihe von scharfkantigen Felsen begrenzt, die man im Dunkeln nur durch das gespenstische Aufleuchten der Brandung erkennen konnte.

Am folgenden Tag bekamen wir Besuch vom Sachverständigen der Versicherung, der die Beschädigungen in Augenschein nahm. Mit ihm wurde das weitere Vorgehen besprochen. Am frühen Nachmittag nahm er mich mit zum Inselflugplatz in Santa Cruz. Dort mietete ich einen Micra, der bei einem Tarif von etwas über 20,- Euro pro Tag günstiger kam als zwei Taxifahrten zwischen Flugplatz und Hafen. Jan Jakob, der Lena als Crew-Mitglied ablösen sollte, kam pünktlich mit dem Inselhopper an, nachdem er seit Sonnabend in Horta auf diese Verbindung warten musste.

Nun waren wir für einige Tage zu fünft an Bord, da Lenas Rückflug erst am Freitag von statten gehen konnte. Leider war nur an diesem Dienstag das Wetter so gut, dass wir einen Eindruck von der wunderschönen Insel bekommen konnten. Trotz Regen und Nebel ab einigen Hundert Metern Höhe besuchten wir die zahlreichen Krater-Seen, Hochmoore und Wasserfälle. Werner konnte uns sachkundig die Entstehung der Moore erläutern und die diversen Moosarten zeigen. Auch die abenteuerlichen „Häfen“, die lediglich aus einer felsumsäumten Mini-Bucht und einer Rutsche für die erlegten Wale bestanden, beeindruckten uns sehr und ließen eine Ahnung über den harten Job der Walfänger, die in früheren Zeiten das Wirtschaftsleben auf den Azoren prägten, aufkommen.

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Am Freitagmorgen ging Lenas Flug nach Horta. Nachdem sie uns verlassen und den Mietwagen mit zum Flugplatz genommen hatte, checkte ich kurz den neuesten Wetterbericht und wir beschlossen, ebenfalls die 130 sm nach Horta in Angriff zu nehmen. Nur so hatten wir die Chance, noch vor Ostern dort zu sein, um die notwendigen Reparaturen einzuleiten. Um 10:00 Uhr waren die Leinen los und die schaukelige „Motorboot-Fahrt“ begann. Beim Verlassen des Hafens wunderten wir uns noch einmal, dass es uns in der Nacht so reibungslos gelungen war, die Einfahrt zu treffen.

Am anderen Morgen passierten wir die Südküste der Insel Faial auf Höhe des dortigen Flugplatzes genau zu der Zeit, als Lena dort auf ihren Weiterflug über Lissabon nach Hamburg eingecheckt hatte. Um 10:15 Uhr, also fast genau einen Tag nach der Abfahrt machten wir an der Empfangspier von Horta fest.

Nach den Einklarierungs-Formalitäten konnte ich noch am Vormittag mit Duncan Sweet, dem Boss von „Mid Atlantic Yacht Service“ (MAYS) den Arbeitsplan besprechen, der aus der Heide-Witzka wieder ein Segelschiff machen sollte. Leider kam uns das Oster-Wochenende dazwischen, sodass MAYS und der Segelmacher Ralf Holzerland erst am Montag mit ihren Arbeiten beginnen konnten. Wir waren mit Aufräum- und vorbereitenden Arbeiten ausreichend beschäftigt, fanden aber auch Zeit, das nähere Umfeld dieses berühmten Seglerhafens zu erkunden.

Nun ist Mittwoch und wir hoffen, dass heute das neue Vorstag montiert werden kann. Die Tücher sind vom Segelmacher zurück und teilweise von uns schon wieder montiert; der Rest folgt heute. Wir scharren inzwischen deutlich mit den Hufen, denn wir wollen wieder hinaus auf See, um den zweiten Abschnitt unserer Reise endlich in Angriff zunehmen.

 

Grüße an alle, die es angeht

Norbert und Crew

Bilder…

Der Agent der Pantenius-Versicherung, der die Hilfe durch die JUAN-DE-LA-COSA organisiert hat, hat uns freundlicherweise Fotos zur Verfügung gestellt.

Jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte, ich habe sie absichtlich nicht sortiert oder gar kommentiert, ich denke, dass uns die Crew nach ihrer Rückkehr einiges dazu erzählen wird.

Ein “klick” auf das Bild zeigt es in Originalgröße, zurück bitte die entsprechende Funktion eures Browsers verwenden.

Werftaufenthalt in Horta

Die Meldungen vom Schiff laufen mehr als spärlich, allerdings gibt es wohl auch nicht viel zu berichten.

Die Überfahrt von Flores nach Horta war wohl unspektakulär, zumindest kann ich der mir übermittelten Meldung nichts Gegenteiliges entnehmen.  Das Schiff befindet sich bereits in den Händen der Werft, die zu tätigenden Reparaturen sind abgesprochen und die fehlenden Teile bestellt.

Diese sollen heute (Ostermontag) auf den Azoren eintreffen, so dass die Crew davon ausgeht, wenn das Wetter denn mitspielt, am Mittwoch den Weg weiter in Richtung Heimat anzutreten.

Hoffen wir mal das Beste, sowohl hinsichtlich der benötigten Teile als auch hinsichtlich des Wetters.

Angekommen auf den Azoren

Im Laufe der Nacht hat die HEIDE-WITZKA im Hafen von Lajes das Flores festgemacht. Besatzung wohlauf, Schiff leicht lädiert.

Flors

Die “Juan de la Cosa” hat es sich nicht nehmen lassen, unser Schiff bis in den Hafen zu begleiten.

Sobald ich nähere Einzelheiten habe, werde ich nachberichten.

72 Sm vor Flores….

Position am 14042014

Link zur aktuellen Position

Hallo Karlo,

da das Wetter so schön ist und der ganze Verein schläft, nun doch noch ein Lagebericht vor dem Hafen.

Wir stehen jetzt 72 sm vor Vila das Lajes auf der Insel Flores und werden den Hafen heute Nacht erreichen – rechtzeitig bevor der Wind wieder zulegt und wir unserem Motor zu viel zumuten müssen.

Heute morgen um 7:00 Uhr hatten wir die tägliche Tankaktion. Lena und Werner sind inzwischen ein eingespieltes Team, sodass nach einer guten halben Stunde 50 Ltr. Diesel aus den Kanistern in den Tank gewandert sind. Ich glaube, Werner wird demnächst etwas fehlen, wenn er den morgendlichen Schluck Diesel vom Anblasen nicht mehr bekommt.

Der Crew-Wechsel ist auch organisiert. Lena wird per Insel-Hopper nach Horta gebracht, von wo sie ihren Rückflug nach Hamburg antritt. Jan Jakob wird zusammen mit dem Versicherungsvertreter den umgekehrten Weg zu uns antreten; er ist seit Samstag bereits in Horta und wird heute Nacht unsere Leinen in Empfang nehmen.

Um 10:00 kommt noch einmal eine Abordnung der „Juan de la Cosa“ an Bord, um den letzten Papierkram zu erledigen und deren leere Kanister wieder mit zu nehmen. Dann werden wir uns von diesen freundlichen und hilfsbereiten Menschen verabschieden müssen.

So, jetzt geht’s wieder zum Abenteuer „Senden“.

Bis bald

Norbert