Schlechtwetter

Hallo Karlo,

nach einer turbulenten Nacht sind wir wieder in der Spur nach Norden. Die Position ist 23°32′ N und 57°55′ W.


Wir waren schon mal weiter, sind aber gestern Abend zeitweise zu Ablaufen gezwungen worden, weil Seegang und Wind jenseits aller Vorhersagewerte waren. Sieben Knoten Fahrt am Wind nur unter gereffter Genua sprechen zwar für die Qualitäten der HW als Rennziege – bei den herrschenden Seeverhältnissen hätte es ruhig ein Bisschen weniger sein können.

Jetzt ist Zeit für die eine oder andere kleine Reparatur Z.B. der Bilgepumpe. Karlo bring doch mal zeitnah in Erfahrung, wo zum Teufel der Pumpensumpf “in der Nähe des Mastfußes” sein soll. Und wo der AIS-Empfänger ausgeschaltet wurde…..

Gruß vom Atlantik

Norbert und Crew

 

P.S. Parasailor bitte zu den Azoren

Atlantik……

Hallo Karlo,

heute Nacht hat uns der Atlantik zum ersten Mal gezeigt, wer Herr im Haus ist, das Schönwettersegeln der ersten Tage ist vorüber. Eine üble Kreuzsee aus langwelligem, etwa 4 Meter hohem Schwell, der vom Orkantief an der amerikanischen Ostküste herrührte, überlagerte sich mit unserer – an sich harmlosen – Windsee und machte der Freiwache den Schlaf unmöglich. Wir stehen inzwischen (Freitag 8.00 Uhr OZ) auf 24°20′ N und 58°00′ W und kämpfen uns nordwärts ins Azorenhoch hinein.


Die Stimmung an Bord ist gut und die Heide-Witzka schluckt die Unbilden der See bravourös, wenn auch mit viel Getöse.

Grüße an Alle

Norbert

Atlantik

Hallo Karlo,

nach einem leckeren Abend-/Mittagessen nun der Bericht: Sind jetzt etwas über 2 Tage auf See, Logge steht auf 284 sm. In der Nacht haben wir ein Flautenloch überwunden, seit heute Morgen 3-4 bft aus SE.

Aktuelle Position:

Crew ist wohlauf.

Tschüss, Lena

Erste Meldung vom Rückweg nach Europa

Hallo Karlo, ein kurzer Bericht über das bislang Geschehene.

Wir sind gestern um 13:00 Uhr in Pointe a Pitre ausgelaufen, mit Ostkurs zum Pte. Colibri, den wir um 20:00 gerundet haben.

Dann ging’s ab nach Norden

Heute früh haben  wir noch einen Abstecher nach English Harbour auf Antigua gemacht, um unseren Gas-Vorrat zu ergänzen. Um 10 waren wir wieder auf See, um 12:00 Uhr haben wir trotz Zwischenstopp von zwei Stunden die ersten 100 sm hinter uns gebracht.

Crew ist wohlauf, Wlilfried kocht schmackhaft.

 

Gruß, Norbert.

Wie klein die Welt doch ist….

Eine Mitteilung aus dem Gästebuch unserer Website:

[Ihr Name] Markus Wildner

[Ihre E-Mail-Adresse] xxxxxxxxxxxx [Wohnort] Norderstedt [Nachricht für den] Segelwart [Ihr Anliegen] Sonstiges [Platz für Ihren Text] Hallo liebe Segelkameraden, letzte Woche war ich beruflich in Guadeloupe unterwegs und habe Euer Schiff bestaunt. Auf diesem Wege möchte ich nochmals eine gute Reise Richtung Azoren wünschen!! Sicherlich ein tolles Abendteuer!

Der Kamerad, der uns das Vorhaben erklärt hat, erzählte von seinem Sohn, der Pilot werden möchte. Bei Bedarf möchte ich gern anbieten, in der Angelegenheit zu beraten, da es doch den einen oder anderen Stoplerstein gibt. Ich selbst bin Pilot bei der Airberlin.

Würde mich über Kontaktaufnahme freuen!

Herzliche Grüße aus Hamburg,

 

Markus Wildner

 

Es geht los….zurück nach Europa

Hallo Karlo,

wir liegen in den letzten Zügen vor der Abreise. Die Crew ist komplett. Werner kam gestern Mittag mit der Schnellfähre von Martinique und Lena mit nur 5 Minuten Verspätung mit dem Flieger aus Paris.

Gestern war für Wilfried und mich noch mal Großkampftag – die Verproviantierung hielt uns und später auch Werner ganz schön in Trab! Zum Glück hatten wir uns für die beiden letzten Tage einen fernöstlichen Leihwagen besorgt, den wir an die Grenzen seines Aufnahmevermögens gebracht haben. Inzwischen hat die Heide-Witzka eine solide Schwimmlage, da wir den Proviant für die Trimmung genutzt haben.

Phillipe ist dabei, die letzten Elektroarbeiten zu erledigen (sonntags!). Aber Alles wird gut. Nur schade, dass es mit dem Parasailor nicht mehr geklappt hat, die Wettervorhersagen deuten auf Spi-Wetter.

Jetzt gleich wird noch Wasser und Sprit bis zur Halskrause gebunkert und dann, gegen 12 geht es los.

Der nächste Bericht folgt dann (hoffentlich klappts) per Satellit.

Gruß an die daheim Gebliebenen!

Norbert

Werftaufenthalt

Hallo Karlo,

diesmal will ich dich nicht so lange warten lassen mit dem ersten Törnbericht. Zur Zeit sitzen wir hier hoch und trocken auf dem Werftgelände und werden gekocht und gegrillt. Die Werft-Gang arbeitet zielstebig, das Seeventil ist schon getauscht, das Unterwasserschiff glatt und sauber wie ein Kinderpopo, die neue Anode glänzt an der Schraube. Wenn die französischen Zeitangaben zutreffen, werden wir heute Nachmittag wieder zu Wasser gelassen. Die Restarbeiten werden dann dort erledigt. Ein wenig problematisch wird noch die Proviantbeschaffung, da zwar ein Supermarkt in der Nähe des Hafens ist, der allerdings von Bestand und Auswahl etwas eingeschränkt ist.

Ansonsten: Alles im grünen Bereich.

Gruß

Norbert und Wilfried

Nachtragsbericht der vorletzten Crew

Als wir am 14. In Pointe a Pitre ankamen und tankten, sagten wir den Tankwart, dass wir unser Dinghy mit Motor verkaufen wollten. Er sagte, dass er möglicherweise einen Interessenten hätte und wollte sich mit diesem in Verbindung setzen. Als wir am Samstag noch nichts gehört hatten, machten wir uns auf den Weg zur Tankstelle. „Unser“ Tankwart war nicht dort, aber seinem Kollegen schilderten wir den Vorgang. Er zückte sofort das Handy und teilte uns nach dem Gespräch mit, dass sich jemand bei uns melden würde. Eine Stunde später klopfte es an unserem Schiff, ein französisches Ehepaar bekundete Kaufinteresse, und nach einer halben Stunde war das Boot mit dem Motor zu der von Bernd vorgegebenen Summe von € 1.500,00 verkauft. Norbert erhielt das Geld um damit die Werft ganz oder teilweise bezahlen zu können.

Der Schreck in der Mittagsstunde:

Am Sonntag sollte es mit dem Flieger zurück gehen. Da wir um 12:00 Uhr aus dem Hotel mussten, waren wir schon ca. 8 Stunden vor Abflug am Flughafen. Beim Einchecken bekundete man uns, dass wir auf Standby seien, da die Maschine voll ausgebucht sei. Wir hatten den Flug im September gebucht und bezahlt!!! Unser Protest war nicht überhörbar. Nach einem Telefongespräch der Dame am Schalter mit wem auch immer,  hatten wir dann doch noch unsere Plätze.

Jetzt hat uns das raue deutsche Klima wieder im Griff, aber die schönen Erinnerungen an die Virgin-Islands bleiben.  Volker und Crew.

( Als Anlage noch die letzten Bilder von Pointe-a-Pitre )

Die letzte Crew ist an Bord

Soeben rief mich Norbert Stein aus der Karibik an. Nach einem problemlosen Flug ist er als Vorhut der Crew heile angekommen und hat gestern Abend die HEIDE-WITZKA übernommen.

Morgen gehts in die Werft, eine neue Dieselpumpe hat er mitgenommen, die wird eingebaut werden. Nach seiner Aussage sind einige weitere Dinge zu erledigen, wohl aber nichts wirklich dramatisches.

Nach dem jetzigen Stand der Dinge wird die weitere Kommunikation kontinuierlich erfolgen, Norbert hat ein Satellitentelefon an Bord und wird von mir während der Überfahrt tägliche Wettermeldungen und andere erforderliche Informationen erhalten. Im Gegenzug will er mir eine tägliche Lagemeldung zukommen lasse, so dass wir wieder, wie schon bei der ersten Antlantiküberquerung (nur in die andere Richtung) mitfiebern können.

Allerdings werde ich die jeweilige Position manuell umarbeiten müssen, um sie hier visuell darstellen zu können, da die HEIDE-WITZKA nicht  im Verband der ARC-Regatta mitsegeln  wird. Diese startet nämlich deutlich später und von den Bermudas aus, was einen erheblichen Umweg und Zeitverlust bedeuten würde.

Am kommenden Sonntag kommt der Rest seiner Crew an, bis dahin hats also genug Zeit, um das Schiff für die große Überfahrt zu rüsten.

Schon wieder wechselt die Crew..

…und das zum letzten Mal, denn nun geht es in die Werft und dann zurück nach Europa.

Hier der letzte Bericht der aktuellen Crew von gestern Nacht:

Der Gott der Winde (der der Seewinde, nicht der der Verdauung ) meinte es heute wieder nicht gut mit uns.

Die 48,5sm von heute mussten wir wieder unter Motor laufen, aber die Angst vor der Dieselpumpe war verflogen. Auch wenn wir von den 483,4sm nur ca. 80sm gesegelt sind, war es doch ein schöner Urlaub. Etwas weniger Stress mit der Dieselpumpe wäre wünschenswert gewesen,  aber so what.

Das schöne Segelrevier der Virgin Islands hat alles Negative überstrahlt. Die fliegenden Fische müssen nun alleine fliegen, wir fliegen Sonntag zurück mit Air France.

Viele Grüße an die Heimat von Volker und Crew!!!”