Valencia – Marina Juan Carlos I.

Haben heute mittag von Wilfried übernommen. Bis auf die bekanten Macken keine Horrormeldungen.

23:00 Uhr:  27 Grad, leichter Wind, Tinto ok, Scampi ok, Sherry ok…

Habe gestern die Meldung von Wilfried, wo die Heide-Witzka liegt irgendwo zwischen den Sangrias verloren, musste heute noch mal nach der genauen Pos. fragen…

Gruß

Ingo

Viva Valencia

Aktueller Standort der HEIDE-WITZKA: 39.461379, -0.314791

“Früh” aufgestanden und schon um 9.45 h ausgelaufen. Die Segelfreude währte ganze 50 Minuten, dann war der Wind weg. Wir mussten den Rest des Törns mit Motorkraft durchführen. Um 15.00 h erreichten wir die Marina Juan Carlos I. Nach Anmeldung und Tanken lagen wir an Steg A um 15.30 h fest. Verbindung zu Ingo habe ich aufgenommen und den Termin zur Übergabe abgesprochen. Nach 206 sm geht unser Törn zu Ende.

 

Gruß Wilfried

Logbucheintrag per Mail am 27.09.2013

Der aktuelle Standort der HEIDE-WITZKA : 40.076200, 0.134716

Moin Karlo,
Mit dem Hafentag in Benicarlo war es doch nichts. Wir sind weitergesegelt nach Oropesa. Ankunft erst um 21.00 Uhr, d. h. Im Dunkeln. Oropesa kann man getrost vergessen. Das gilt auch für den nächsten Hafen: Burriana! Von hier aus starten wir gleich zu unserer letzten Etappe. Gute Besserung Deinem Rücken.

Gruß Wilfried

Auf dem Weg nach Valencia

Position der HEIDE-WITZKA am 24.09.2013: 40.415751, 0.434518

Da es den Betreuer dieses Logbuch leider mit einem Bandscheibenvorfall “umgehauen” hat und er deswegen nur bedingt kommunikationsfähig ist, kommt der erste Logbucheintrag per E-Mail gerade recht.

Nach ruhiger Nacht in der Bucht von Apolla Anker auf gegen 10.00 Uhr. Wind anfangs 2-3bf, später 3-4 aus NÖ. Eine Stunde später passieren wir den Leuchtturm Fangal. Danach bald für gut eine Stunde fast Flaute. Gegen Mittag stehen wir vor der Ebromündung. Nun weht der Wind mit 4 bf aus NO. Ein toller Segeltag! Gegen 18.30 Segel geborgen und in Benicarlo! eingelaufen. Waren recht kaputt, haben uns in einem tollen Fischrestaurant erholt. Wollen heute noch versuchen in Peniscola in der Hafen zu kommen.               

Gruß Wilfried

Pasta italiana, el vino tinto francés en un barco alemán en aguas españolas

Wir schließen uns jetzt mal den Gepflogenheiten der Landessprache an und beschreiben die aktuelle Situation in ebendieser Landessprache.
Leicht bedeckter Himmel, Wind zwischen 3 und 4 Bf aus der richtigen Richtung, Temperaturen, die mehr als angenehm sind, spiegelglattes Meer. Das liebt unsere HEIDE-WITZKA natürlich, und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von deutlich mehr als 6 Knoten brachte das brave Mädchen die aktuelle Crew in die Bucht von Amposta.

Die Crew ist hochzufrieden, der Torn bislang nur zu beschreiben mit dem Begriff “Erholung pur” und das Wetter verspricht in den nächsten Tage keine wirkliche Änderung. Allenfalls leicht abnehmender Wind und mehr Sonne, welche Drohung.

Und so sitzt die Crew also auf dem Schiff und lässt es sich gut gehen. Heute Abend gab es Nudeln mit Hacksoße, französischen Rotwein, dass alles vertilgt von einer deutschen Crew, und das in spanischen Gewässern. (Pasta italiana, el vino tinto francés en un barco alemán en aguas españolas)

Rundherum: Uns geht es blendend, so soll ich ausrichten. Nur: Der SKB-Stander ist des Schiffes nicht mehr würdig, dringender Apell an den nachfolgenden Skipper:

Unbedingt einen neuen Vereinsstander mitbringen!!

Enteraktion zu nachtschlafender Zeit

Die Position der HEIDE-WITZKA am 23.09.2013:  41.367534, 2.187424

Bereits am frühen Samstagmorgen gegen 09.15 Uhr enterte die 4. Crew der SKB die HEIDE-WITZKA im Hafen von Barcelona. Einzelheiten über diese Überraschungsattacke mitten in der Nacht sind nicht bekannt geworden, lediglich der Umstand, dass eine dermaßen große Menge an Verpflegung an Bord geblieben ist, lässt eine überstürzte Flucht der abgebenden Besatzung vermuten.

Skipper WILFRIED wusste (wenn auch verspätet am Sonntag Abend, quasi nach Redaktionsschluß) zu berichten, dass das Wetter der vorhergehenden Crew offensichtlich die Lust an der Aufnahme fester Nahrung vermiest hat. Zumindest glaubt er, die nächsten Tage nicht einkaufen gehen zu müssen.

Der Autor dieser Zeilen denkt da ein wenig differenzierter, bei bestem Segelwetter und in trauter Männerrunde bedarf es einfach keiner festen Nahrung. Aber, mal ernsthaft, woher soll Skipper WILFRIED das Wissen? Er hatte offensichtlich auch noch keine GRUNDT-Berührung…siehe vorhergehenden Bericht.

Egal wie, die nunmehr aus 3 Segler (innen) bestehende neue Crew lief nach Übernahme des Schiffes alsbald aus in Richtung Süden aus. Nähere Einzelheiten zu diesem geradezu mörderischen Schlag in Richtung Süden sind nicht bekannt, lediglich der Hinweis des Skippers, dass Mann (Frau?) während des nachmittaglichen Segelns Kaffee kochen konnte lässt ansatzweise vermuten, dass es nicht allzu stürmisch zugegangen ist. Konkret nach Windstärken befragt, war sich Crew in dem Telefonat nicht wirklich einig, die Werte differierten zwischen ziemlich (als Minimalwert) und “mit Wohlwollen 3 Bf” (als Maximalwert).

Der erste Hafen war bald gefunden, übernachtet wurde hier: 41.258678, 1.925268

Am Sonntag verließ die HEIDE-WITZKA den Hafen gegen 11.30 Uhr (eine angemessene Zeit meine ich) und segelte weiter mit Vollzeug in Richtung Süden. Auch hier wußte der Skipper lediglich über wohlschmeckenden Kaffe in den Nachmittagsstunden zu berichten, was die Annahme zulässt, dass auch an diesem Tag die seglerischen Herausforderungen nicht allzu heftig waren.

So von des Tages Last ermattet lief man dann, nachdem man Tarragona passiert hatte, in den Hafen von Cambrils ein. 41.064145, 1.061897

Und soeben (Montagabend, 18.30 Uhr) erreicht mich per SMS die Mitteilung, dass die HEIDE-WITZKA im Golf von Ampolla vor Anker liegt. 40.774822, 0.740891

Mal sehen, ob ich den Skipper nachher noch ans Telefon kriege, oder ob er aufgrund der erneuten Anstregungen des Segeltages bereits in der Koje liegt.

Meldung an den Bootsmann: Keine Meldung

Meldung vom 19.09.2013, 11.03 Uhr

Die aktuelle Position der HEIDE-WITZKA: 41.732380, 2.787323 (Natürlich ist das nicht die exakte Position, aber irgendwo dort vor der Küste)

Zitat der Meldung:

“Moin Karlo, gestern 30 Seemeilen motort, Traumwetter, Pause vor einer Bucht mit vielen unbekleideten Menschen. Gleich ab zum Strand. Leider musste einer in Strandnähe Ankerwache gehen, ganz schlechte Aussichten von dort. Schön geschnorchelt.

Anschließend weiter nach Blanes, dort mussten wir direkt neben einem Bagger anlegen und dort die Nacht verbringen.

Momentan Segel gesetzt mit ca. 8 Knoten Fahrt bei herrlicher Sonne, es geht die Küste runter in Richtung Süden, Ziel ist heute Barcelona.
Alles in allerbester Stimmung, und es ist festzustellen, dass niemand an Bord bisher eine GRUNDTberührung hatte und es dem Schiff auch gut geht. “

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PS.: Die beiden Fotos sind von mir an das Wochenblatt übermittelt worden.

WhatsApp-message von der Crew am 17.09.2013, 10.13 Uhr

Zitat:

Moin Karlo, Samstag Übernahme, Sonntag sind wir wegen Starkwind in Canet-Plage geblieben, am Strand gesessen, Weinn und Tapas genossen. Gestern Überfahrt nach Banyuls-sur-meer, Sonne, 2-3 Knoten Wind, Abends wieder Tapas. Knuddelige Stadt.

Jetzt Sturm in Böen bis 8 Bf, wollen gegen 12. Uhr raus. Hier segeln Männer…. .

In der Nacht war kaum möglich zu schlafen, da Boen bis 10 Bf oder mehr.

Crew Nummer 3 ist an Bord

Aktueller Standort der HEIDE-WITZKA: 42.483998, 3.128643

Am Montagabend habe ich das erste Mal kurzen Kontakt zu Crew Nummer 3 um den Skipper Holger Grund aufnehmen können. Alles ist wohlauf, das Wetter perfekt. Nach der Übernahme am Samstag in Canet-Plage hat die Crew am Sonntag einen Hafentag eingelegt und ist dann am Montag, bei besseren Windbedingungen, ein kurzes Stück weiter südlich in Richtung Spanien gegangen.

Ich hoffe, in den nächsten Tagen mehr Informationen zu bekommen.

Die obligatorische Mitteilung an den Bootsmann: Die Windmessanlage funktioniert wieder, ist aber noch nicht perfekt. Ansonsten ist das Schiff heile und trocken.

Törn Nummer 2 ist beendet

Aktueller Standort der HEIDE-WITZKA: +42° 42′ 49.40″, +3° 0′ 37.94″

Nun doch am Donnerstag endlich der erste Hafentag, nahdem dieser nun mehrfach wegen des Wetters angedroht war. Aber man muß auch die Crew verstehen. Nach einer erholsamen Nachruhe und einem guten Frühstück erscheinen einem die Anstrengungen des vergangenen Tages deutlich weniger anstrengend. Die Wellen werden kleiner (im Gegensatz zum allgemeinen Seemannsgarn), und der Wind war ja eigentlich so stark auch nicht.

Und wenn dann noch die Sonne lacht, dann treibt es den Segler doch wieder raus aufs Wasser. Das kennen wir ja alle.

Also ist die HEIDE-WITZKA am Mittwoch morgen dann doch von Cap d´Adge ausgelaufen und hat  in einem Schlag die lächerlichen 35 Meilen nach Canet-Plage zurückgelegt. Und am Ende des Tages reichte dann die Energie nur noch für eine SMS, die der Skipper mir übersandte, bevor er völlig erschöpft im Cockpit zusammensackte und erst durch Reichung von vergorenem rotem Traubensaft wieder zu Bewußtsein kam. (OK, ich gebe zu, das entspringt meiner Phantasie, aber ich kann mir gut vorstellen, wie das in der Realität abgelaufen ist).

Der Donnerstag, also gerstern, war also tatsächlich der erste und einzige Hafentag auf diesem Törn, er diente, wie wir das kennen, der zwischenmenschlichen Kommunikation und der Völkerverständigung. Zumindest mutmaße ich dies, da in einem kurzen Telefonat am Donnerstag Abend der Skipper erklärte, er habe so gut wie überhaupt keine Zeit, er müsse seiner Crew folgen, diese sei auf dem Weg zu einer  französischen Yacht, da man dort eingeladen sei. Die Crew der oben bezeichneten französischen Yacht habe den Tag an Bord der HEIDE-WITZKA verbracht, und nun sei ein Gegenbesuch ununumgänglich.
Details dieser gegenseitigen Besuche sind mir nicht zur Kenntnis gegeben worden, aber manche Dinge sollten eben auch an Bord bleiben. Vielleicht erfahre ich in der nächsten Woche mehr, wenn der Skipper das versprochene Bier bei Kari ausgibt.

Der heutige Freitag wurde erneut genutzt, um dem widerlichen Wetter in der Mitte des Septembers in Südfrankreich zu trotzen. Ich muss der Crew meinen Respekt zollen, sich unter diesen Umständen tatsächlich noch einmal den Unbillen des Meeres zu stellen. Man stelle sich nur vor: Windstärke 4-5 Bf, Lufttemperatur 26 Grad Celsius und Wassertemperatur 22 Grad Celsius. Ein Graus.

Und als Kröung sind die wackeren Männer dann zum Abschluß des Tages, mehr oder weniger bekleidet (Canet Plage eben…) an den Strand gegangen, um dem Meer, quasi zum Abschluß des Törns, noch einmal die Stirn (oder war es der nackte Po) zu bieten und sind schwimmen gegangen. Echte harte Segler aus der Norheide eben.

Morgen, am Samstag, gehts früh los zum Flughafen, und dann kommt am Nachmittag schon die nächste Crew um Holger Grund.

P.S.: Thomas wusste zu berichten, daß er mittlerweile an die Verhältnisse gewöhnt sei und selbst das Anlegen bei 20 Kn Wind Spaß mache!

Obligatorische Meldung an den Bootsmann: Das Schiff ist heile und trocken!